Konflikte in einem Meeting

Zwei Teilnehmer:innen in einem Meeting gerieten neulich aneinander. Es begann eigentlich ganz harmlos, doch schnell waren die Kontrahent:innen festgefahren in ihren Positionen.
Gemeinsam mit der Moderatorin des Meetings überlegte ich danach, was Ihnen geholfen hätte, erst gar nicht in eine solche Situation zu kommen. Eine Möglichkeit:

Wertschätzende oder auch Gewaltfreie Kommunikation (GFK) anwenden.

Diese erfolgreiche Art und Weise zu kommunizieren hat schon dazu beigetragen, dass in scheinbar unlösbaren Konflikten Menschen wieder miteinander sprachen und sich gegenseitig zuhörten. Ist es in einer normalen Arbeitssituation also einfach? Das Schema, nach dem GFK formuliert wird

* seine Beobachtung ohne Bewertung beschreiben
* transparent machen, welches Gefühl diese Beobachtung in einem auslöst
* klar das wahrscheinlich verletzte Bedürfnis formulieren
* eine Bitte als konkrete Handlung äußern

kam mir selbst zunächst etwas künstlich über die Lippen. Heute ist GFK ein zusätzlicher Bestandteil meiner Alltagskommunikation. GFK sollte also eingeübt werden, damit es zur Routine wird, man nicht am Satzschema kleben bleibt und es einem natürlich über die Lippen kommt.

Ein Beispiel aus meinem privaten Kontext:

Hey K1, wenn ich beobachte, wie du deine Legosets auseinander nimmst und über deinen Zimmerboden verteilst, dann merke ich, wie ich innerlich ärgerlich werde.
Mein Bedürfnis nach Ordnung wird dabei verletzt.
Kannst du bitte dafür Sorgen, dass die Legosteine vom Boden in die Boxen kommen, dann geht das Staubsaugen in deinem Zimmer viel schneller und ich habe mehr Zeit die Sets mit dir wieder zusammen zu bauen.

Veröffentlicht von Tom

ORSC™️ trained
 Certified Scrum Professional (CSP-SM, CSPO, CSM) Certified Agile Leadership - ETO
 Kanban Management Professional OKR Champion
 Lego® Serious Play® Facilitator 
bikablo® visualiser 
 Ahoi & Glück auf! 🍀

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