
„Wenn ich ein Meeting moderiere, dann ist das, als ob ich gegen eine Wand spreche. Es gibt keinerlei Reaktion. Es gibt keine Beteiligung. Was soll ich nur tun?“ Das sagte neulich ein Projektleiter zu mir.
Es gibt unterschiedlichste Faktoren, die das Verhalten der Teilnehmer in einem Meeting beeinflussen.
Zum Beispiel die vorherrschende Fehlerkultur. Können sich Teilnehmer:innen äußern, ohne negative Konsequenzen befürchten zu müssen? Diese fangen bei z.B. Augenrollen oder bewusst lautem Ausatme nach einem Redebeitrag an und hören leider nicht bei Getratsche in der Kaffeeküche auf.
Ein Mittel hier entgegen zu wirken ist die sogenannte Oberste Direktive. Eine miteinander in der Gruppe getroffene Vereinbarung, die das Verhalten der einzelnen Teilnehmer:innen beeinflusst und mit Hilfe derer jede sich die Verantwortung zur Einhaltung selbst auferlegt und von der gesamten Gruppe auf Einhaltung überprüft wird. Sie postuliert das alle davon ausgehen, dass unter den gegebenen Umständen jedes Teammitglied das Beste gegeben hat.
Falls dies Einzelne im Team so nicht akzeptieren können, bietet sich damit die Möglichkeit genau darüber miteinander ins Gespräch zu kommen.
Wie still kann es in eurem Meetings werden? Was habt ihr schon dagegen probiert?