Babylon in multi-language teams

In teams with members out of different countries one of the questions to answer is in what language do we want to communicate? 

Photo by Francesco Ungaro on Pexels.com

Often teams tend to the language that is spoken in the country they are located in. This often makes sense in the way that most of the people in the team live there and are fluent or native speakers. What this means at the same time is that team members from other countries have difficulties in articulating their thoughts, or have difficulties following the conversation. Eventually they stop to participate actively. Switching the language can be challenging for the native speakers as well, because they fear that their skills are maybe not sufficient. 

So how to tackle that challenge? A good idea is to prioritise what the meeting is all about: exchange of information. The most important thing is the information. It must flow! It does not matter in what language.

At the same time language exchange tandems can be installed to boost the language knowledge of all team members.

What is your experience?

Everyone Is Awesome!

Momentan arbeite ich mit zwei Teams, in denen die unterschiedlichsten Menschen arbeiten. Männer und Frauen, Techies und Non-Techies, Junge und Ältere, gerade eingestellt und Jahrzehnte in der Organisation, mit Wurzeln in  Albanien, Spanien, Ägypten, Indonesien und Deutschland. Das Spannende ist, dass in diesem Umfeld Diversität kein Thema ist. Diese Vielfalt wird von allen Beteiligten als normal und bereichernd empfunden.

So ist es leider nicht immer. Damit Diversität als bereichernd wahrgenommen werden kann, sollte sie zunächst einmal transparent gemacht und thematisiert werden. In einem Kennenlernprozess sollten die Beteiligten dann wählen können, was und wie viel sie von sich zugänglich machen. Eine einfache Landkarte von sich, wie zum Beispiel bei „Where are you local“ kann ein erster Schritt sein. Methoden aus dem Organization & Relationship Systems Coaching wie „My Land“ und andere können diesen Prozess weiter vertiefen.

Ziel dieses Kennenlernens ist es, in einem Team mit größerem Vertrauen der einzelnen Personen zueinander besser kollaborieren zu können, um letztlich bessere Produkte bzw. Services liefern zu können.

Das Legoset „Everyone is awesome“ gehört zu meinen Lieblingssets!

Die Meetingwand der Stille

„Wenn ich ein Meeting moderiere, dann ist das, als ob ich gegen eine Wand spreche. Es gibt keinerlei Reaktion. Es gibt keine Beteiligung. Was soll ich nur tun?“ Das sagte neulich ein Projektleiter zu mir.
Es gibt unterschiedlichste Faktoren, die das Verhalten der Teilnehmer in einem Meeting beeinflussen.

Zum Beispiel die vorherrschende Fehlerkultur. Können sich Teilnehmer:innen äußern, ohne negative Konsequenzen befürchten zu müssen? Diese fangen bei z.B. Augenrollen oder bewusst lautem Ausatme nach einem Redebeitrag an und hören leider nicht bei Getratsche in der Kaffeeküche auf.

Ein Mittel hier entgegen zu wirken ist die sogenannte Oberste Direktive. Eine miteinander in der Gruppe getroffene Vereinbarung, die das Verhalten der einzelnen Teilnehmer:innen beeinflusst und mit Hilfe derer jede sich die Verantwortung zur Einhaltung selbst auferlegt und von der gesamten Gruppe auf Einhaltung überprüft wird. Sie postuliert das alle davon ausgehen, dass unter den gegebenen Umständen jedes Teammitglied das Beste gegeben hat.

Falls dies Einzelne im Team so nicht akzeptieren können, bietet sich damit die Möglichkeit genau darüber miteinander ins Gespräch zu kommen.

Wie still kann es in eurem Meetings werden? Was habt ihr schon dagegen probiert?

Konflikte in einem Meeting

Zwei Teilnehmer:innen in einem Meeting gerieten neulich aneinander. Es begann eigentlich ganz harmlos, doch schnell waren die Kontrahent:innen festgefahren in ihren Positionen.
Gemeinsam mit der Moderatorin des Meetings überlegte ich danach, was Ihnen geholfen hätte, erst gar nicht in eine solche Situation zu kommen. Eine Möglichkeit:

Wertschätzende oder auch Gewaltfreie Kommunikation (GFK) anwenden.

Diese erfolgreiche Art und Weise zu kommunizieren hat schon dazu beigetragen, dass in scheinbar unlösbaren Konflikten Menschen wieder miteinander sprachen und sich gegenseitig zuhörten. Ist es in einer normalen Arbeitssituation also einfach? Das Schema, nach dem GFK formuliert wird

* seine Beobachtung ohne Bewertung beschreiben
* transparent machen, welches Gefühl diese Beobachtung in einem auslöst
* klar das wahrscheinlich verletzte Bedürfnis formulieren
* eine Bitte als konkrete Handlung äußern

kam mir selbst zunächst etwas künstlich über die Lippen. Heute ist GFK ein zusätzlicher Bestandteil meiner Alltagskommunikation. GFK sollte also eingeübt werden, damit es zur Routine wird, man nicht am Satzschema kleben bleibt und es einem natürlich über die Lippen kommt.

Ein Beispiel aus meinem privaten Kontext:

Hey K1, wenn ich beobachte, wie du deine Legosets auseinander nimmst und über deinen Zimmerboden verteilst, dann merke ich, wie ich innerlich ärgerlich werde.
Mein Bedürfnis nach Ordnung wird dabei verletzt.
Kannst du bitte dafür Sorgen, dass die Legosteine vom Boden in die Boxen kommen, dann geht das Staubsaugen in deinem Zimmer viel schneller und ich habe mehr Zeit die Sets mit dir wieder zusammen zu bauen.

Die mysteriöse Meeting-Einladung Teil 3

Meine Kollegin Sabrina Spiegel berichtet, dass das Follow-up-Meeting zu „Projekt HXR“ ein Paradebeispiel für die Tücken schlecht geführter Meetings war. Warum und was dagegen getan werden kann? Lest selbst:

„Die Unzufriedenheit mit der ursprünglichen Entscheidung war groß, und als die verantwortliche Person zurückruderte, versanken wir in endlosen Diskussionen.
Unsere Herausforderung war es, eine Lösung zu finden, mit der alle zufrieden sein konnten.

Photo by Marco Fischer on Pexels.com

Das Ergebnis? Eine mittelmäßige, wenig zufriedenstellende Entscheidung – wie eine Portion Pommes: Fast jeder mag sie, aber sie sind selten die beste Wahl.
Zu guter Letzt wurde unsere Entscheidung wieder revidiert, und es blieb bei der alten Lösung. Ein klassisches Beispiel dafür, wie ineffiziente Entscheidungsprozesse Ressourcen verschwenden und zu Frustration führen können.

Was hätte anders sein können?
Zunächst das Delegationslevel und die Entscheidungsform klären. Oft wird erwartet, dass in einem Meeting direkt entschieden wird – der erste Fehler. Konsens- oder Mehrheitsentscheidungen führen häufig zu unspektakulären, „sicheren“ Lösungen – eben zu „Pommes-Entscheidungen“.

Wie oft habt ihr Pommes-Entscheidungen? Ich hab da so keine Lust mehr drauf. Alles nur unter dem Deckmandel „alle müssen abgeholt werden“.
__________________________________________________________

Da hat Sabrina ja ganz schön brass 😉

Meetings in der richtigen Haltung planen

Introvertierte Menschen beteiligen sich üblicherweise nicht in großen Meetings. Dies führt oft dazu, dass andere Menschen noch mehr Redeanteile haben und wir einige möglicherweise spannende und für das Meeting wichtige Impulse nicht hören.

Was kann eine Moderator:in tun, um allen Stimmen im System die Möglichkeit zu geben gehört zu werden? Eine Antwort gibt Deep Democracy.
Im Gegensatz zur „klassischen“ Demokratie, die sich auf die Mehrheitsherrschaft konzentriert, geht Deep Democracy davon aus, dass alle Stimmen, Bewusstseinszustände und Realitätsrahmen wichtig sind. Deep Democracy legt auch nahe, dass die in diesen Stimmen enthaltenen Informationen alle benötigt werden, um den gesamten Prozess des Systems zu verstehen, um zu besseren Einsichten und Entscheidungen zu kommen.

Deep Democracy ist eine Haltung, die sich auf die Wahrnehmung sowohl zentraler als auch marginaler Stimmen konzentriert.
Wenn eine Moderator:in in dieser Haltung ein Meeting plant, werden Wege gefunden allen die selbe Möglichkeit zur Partizipation zu ermöglichen.

Dies ist keine „Fingerübung“ für Moderator:innen. Wenn wir bessere Informationen haben wollen, aufgrund derer wir bessere Entscheidungen treffen, dann ist das Schaffen einer Möglichkeit das alle Stimmen gehör finden können eine Notwendigkeit.

Wie schaffst du Räume dafür, dass jede Stimme gehört werden kann?

Die mysteriöse Meeting-Einladung Teil 2

Meine Kollegin Sabrina Spiegel bekam neulich eine mysteriöse Einladung zum „Projekt HXR“-Meeting. Nun beschreibt sie, ihre Erfahrung aus diesem Termin:

… „und was für ein Chaos es war! Der Beginn war eine Flut von Informationen, gefolgt von unzähligen Rückfragen. Einige Teilnehmer schienen bereits informiert und wirkten gelangweilt, während andere, einschließlich mir, um Klarheit kämpften.


Zwischendurch gab es ein paar Aufgaben-Aktualisierungen, die für mich (und anscheinend auch für niemand anderen) relevant waren. Gerade als das Meeting sich dem Ende zuneigte, fiel mir ein Nebensatz auf: Eine wichtige Entscheidung war bereits getroffen worden. Wir begannen zu diskutieren und beschlossen schließlich ein Follow-up-Meeting.


Hier zeigt sich, wie wichtig es ist, den Zweck eines Meetings klar zu definieren. Meetings sind sinnvoll, wenn sie dazu dienen, unterschiedliche Perspektiven zu komplexen Herausforderungen zu erforschen, gemeinsame Möglichkeiten zu erörtern, Rat und Unterstützung zu suchen oder kollektive Ideen und Bedenken zu klären.


Ineffizient sind sie jedoch, wenn sie nur zur Aktualisierung von Fortschritten dienen, die auch anderweitig kommuniziert werden könnten, oder um Entscheidungen zu verkünden, die schon gefallen sind.“

Kennt ihr das auch?

Die mysteriöse Meeting-Einladung

Meine Kollegin Sabrina Spiegel möchte euch ein kleines Erlebnis erzählen:

„Letztens erhielt ich eine mysteriöse Meeting-Einladung erhalten – „Wie geht es weiter mit dem Projekt HXR?

Keine Agenda, keine weiteren Details.
Sofort schießen mir Fragen durch den Kopf:
– Was ist der Hintergrund dieser Einladung?
– Gibt es Unzufriedenheiten, die ich nicht kenne?
– Erwartet man von mir eine plötzliche Kursänderung?
– Oder steht bereits eine Entscheidung fest?


In solchen Momenten wird mir klar, wie essentiell eine klare Agenda für jedes Meeting ist.
Eine gute Auftragsklärung rund um die Themen:
Ängste, Konflikte, Teilnehmer, Hintergrund, Erwartungen und Wünsche helfen einen zielgerichtete und effektive Besprechung zu gestalten und damit eine vernünftige Agenda zu formulieren.

Durch Fragen wie:
„Welches Ziel verfolgen wir?“,
„Was wurde bisher unternommen?“
„Welche Herausforderungen müssen wir überwinden?“
wird eine Agenda erstellt, die allen Beteiligten hilft, sich optimal vorzubereiten und mit konkreten Erwartungen ins Meeting zu gehen.

Kennst du das auch? Erhaltet ihr selber solche Meetingeinladungen oder verschickt sie sogar?“

In unseren Moderationsschulungen vermittlen wir genau diese Fähigkeiten. Wie man aus einer vagen Einladung ein produktives und zielorientiertes Meeting macht. Interessiert?

https://www.it-agile.de/schulungen/agile-skills/agile-coaching-skills-certified-facilitator-acs-cf/

Bessere Meetings – Wie fange ich an?

In einem Meeting schon mal sich selbst erwischt bei der Frage: „Was mache ich eigentlich hier?!?“


Meetings schneiden in unterschiedlichen Studien bei den befragten Mitarbeiter:innen nicht gut ab. Durch die Bank zieht sich eine latente Unzufriedenheit. Was kann aber getan werden?


Zunächst sollte man mit anderen Teilnehmer:innen sprechen und klären, ob es ihnen auch so geht. Wenn sich eine ausreichend große Gruppe Verbesserung wünscht, dann ist eine Möglichkeit, seine persönlichen Moderationsfähigkeiten zu verbessern.
In den folgenden Posts gebe ich kleine Tipps für bessere Meetings. Das volle Paket gibt es in unserer neuen zertifizierten Moderationsschulung, die mit vielen praktischen Übungsanteilen versehen ist.

Neugierig? Mehr Infos gibt es hier:
https://www.it-agile.de/schulungen/agile-skills/agile-coaching-skills-certified-facilitator-acs-cf/

Pale Blue Dot

Pale Blue Dot

Krieg, Tod, Leid, Zerstörung und viele Menschen die sich gezwungen sehen ihr zu Hause zu verlassen – auch in diesem Jahr wieder. Ich kann nicht verstehen, wie man Bilder von zum Beispiel dem Hubble oder James Webb Teleskop ansehen kann, ohne zu erkennen, dass es nur einen Fokus für uns auf der Erde geben kann:

Unser gemeinsames Überleben und friedliche Zusammenleben auf diesem Planeten.

Für mich hat es niemand besser zusammengefasst als Carl Sagan mit seiner Beschreibung des Pale Blue Dot. Einer Aufnahme der Voyager 1 Raumsonde vom 14. Februar 1990, welche auf Sagans Vorschlag, sich auf ihrem Weg raus aus unserem Sonnensystem ein letztes Mal „umschaute“, um dieses Foto von unserem Planten – der Erde – zu machen.

„Es ist uns gelungen, dieses Bild [aus dem tiefen Weltraum] aufzunehmen, und wenn man es betrachtet, sieht man einen Punkt. Dieser Punkt ist hier. Er ist unser Zuhause. Wir sind das. Darauf hat jeder, von dem ihr je gehört habt, jeder Mensch, der je gelebt hat, sein Leben gelebt. Die Summe aller unserer Freuden und Leiden, Tausende von selbstbewussten Religionen, Ideologien und Wirtschaftsformen, alle Jäger und Sammler, alle Helden und Feiglinge, alle Schöpfer und Zerstörer von Zivilisationen, alle Könige und Bauern, alle verliebten jungen Paare, alle hoffnungsvollen Kinder, alle Mütter, alle Väter, alle Erfinder und Entdecker, alle Morallehrer, alle korrupten Politiker, alle Superstars, alle obersten Führer, alle Heiligen und Sünder in der Geschichte der Menschheit lebten dort auf diesem Staubkörnchen, das im Sonnenlicht tanzt.

Die Erde ist eine sehr kleine Bühne im riesigen Theater des Kosmos. Man denke nur an die Ströme von Blut, die von Generälen und Feldherren vergossen werden, um für Ruhm und Triumph einen Augenblick lang der Herrscher über einen Bruchteil eines Punktes zu werden. Man denke an die endlosen Grausamkeiten, die die Bewohner eines Winkels auf diesem Punkt an kaum anders gearteten Bewohnern eines anderen Winkel des Punktes zufügen. Wie wenig sie sich verstehen, wie gern sie sich gegenseitig umbringen, wie glühend ihr Hass ist. Unsere Anmaßung, unsere eingebildete Wichtigkeit, die wahnwitzige Vorstellung, dass wir im Universum einen besonderen Platz einnehmen, wird von diesem schwachen Lichtpunkt in Frage gestellt.

Unser Planet ist ein einsames Körnchen im großen Dunkel des Weltalls. In unserer Dunkelheit – in all dieser Weite – gibt es keinen Hinweis, dass von draußen jemand kommt, um uns vor uns selbst zu schützen. Es liegt an uns. Es wurde gesagt, dass Astronomie eine bescheiden machende, und ich möchte hinzufügen, eine charakterbildende Beschäftigung ist. Vielleicht gibt es keinen besseren Beweis für die Aberwitzigkeit menschlicher Vorstellungen als dieses aus großer Entfernung aufgenommene Bild von unserer winzigen Erde. Für mich unterstreicht es unsere Verantwortung, dass wir freundlicher und mitfühlender miteinander umgehen und diesen kleinen blauen Punkt, das einzige Zuhause, das wir je gekannt haben, bewahren und wertschätzen.“

Carl Sagan 1994 (Übersetzung aus Wikipedia)

Original Pale Blue Dot